Therapeuten beteiligen sich

Die „therapie Leipzig“ 2019 stand ungewöhnlich intensiv im Fokus der Berufspolitik. Podiumsdiskussionen zur Lage der Heilmittelerbringer und die Demonstration in Leipzigs Innenstadt organisiert durch die [Vereinten Therapeuten][ und die Teilnahme des BED daran, waren die größten Formate.

Am Freitag, dem 08. März gab es am Stand des BED e.V. in der Messehalle eine ganz besondere Veranstaltung. Eingeladen war Michael Schiewack von der Aktionsgruppe Therapeuten am Limit. Der Messestand wurde kurzerhand zu einem Ort von politischen Aktivisten, die sich über Möglichkeiten der Mitwirkung in politischen Prozessen austauschten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christine Donner.

Schiewack referierte in einem Impulsvortrag über politische Beteiligungsformen und gab einen Abriss, dass derzeitige Möglichkeiten in Verbänden sehr wohl vorhanden, selten genutzt und möglicherweise als Barriere wahrgenommen werden. Keine aktuelle Form in der Berufspolitik der Heilmittelerbringer kann echte Mitgestaltung in Entscheidungsprozessen vorweisen.

Als eine machbare Lösung wurde die Idee des Therapeutenparlaments vorgestellt. Wie es sich für einen echten Prozess im Sinne der Partizipation gehört, wurden kritische Fragestellungen aus dem Publikum dankbar aufgenommen und gemeinsam Lösungsansätze diskutiert.

Alle waren sich einig, dass das Therapeutenparlament ein wichtiger Baustein sein kann, um die Basis der Therapeuten zu organisieren und deren Stimmen genutzt werden können, um weitere Veränderungen herbeizuführen.

Mit Sicherheit, so zumindest die Protagonisten, werden weitere Veranstaltungen folgen.